10 goldene Tipps: Menochance statt Menopause

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10 goldene Tipps: Menochance statt Menopause. Was ist sie, was kann sie und warum hast du Angst davor? Was könnten deine Menochance sein?

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Schon die Wortwahl: Menopause!

Wie wäre es, wenn du diesen Übergang als einen Neuanfang siehst? Wenn du die Perspektive wechseln kannst, liegt darin deine Menochance: Ich hätte da 10 goldene Tipps für dich…

Wie oft habe ich mir schon gewünscht, es sei endlich Schluss mit diesem monatlichen Schmerzen, PMS und dem ganzen Auf und Ab: Ich wäre alles entspannt und ausgeglichen! Ah, träum weiter, Annette, denn du tauschst nur den einen Satz Problemen mit einem anderen aus. Denn in den Wechseljahren scheinen sich meine Symptome zu verstärken. Das ist unerhört!

Dabei dräut immer auch der Gedanke, jetzt zu den Alten zu gehören. Das sind zwei verschieden Problembereiche, die aber zeitlich zusammenfallen: Der Wechsel und das Altwerden.

Wer lässt schon gern unschöne Gedanken an sich heran? Tut mir leid, aber lass uns darüber mal gemeinsam hirnen. Denn wenn wir das Thema meiden, können wir auch keine (neuen) Strategien entwickeln, damit umzugehen.

Ich versuche immer die Möglichkeiten, das Gute und die Chancen zu sehen. Heute geht es also um deine und meine Menochancen. Was sagst du? Bist du dabei?

Die Begriffsklärung

Also erst mal zur Begriffsklärung: „Menopause“ bezeichnet die letzte spontane Monatsblutung im Leben einer Frau – ohne Entfernung der Gebärmutter und ohne Einnahme von Hormonen. Also kann frau die 12 Monate nur rückblickend nach der letzten Blutung als Menopause erkennen und bezeichnen. “Meno” steht für Monat. und “Pause” ist in der deutschen Sprache in diesem Zusammenhang irreführend: Im Altgriechisch ist damit klar das Ende gemeint. Also Monatsende oder Ultimo (kleiner Scherz!).

Im Englischen gibt es den Begriff “to pause”, was so viel bedeutet wie Innehalten. Und das finde ich ganz passend: Durch die Menopause haben wir die Chance, innezuhalten, uns zu orientieren und neu auszurichten. Durch die Pause zur Menochance!

Die Lebensphase davor und danach wird „Perimenopause“ genannt. “Peri” bedeutet also “um (die letzte Blutung) herum”.

Offiziell gibt es auch die “Andropause”: Sie ist das männliche Äquivalent und gekennzeichnet den Rückgang der Libido und der Gesamtenergie des Mannes. Na, immerhin gibt es dafür einen Namen!

Die gesamte Zeitspanne nennt man Wechseljahre (griechisch Klimakterium). Diese Zeit ist nicht die Menopause selbst, sondern die Jahre während der Umstellung und danach. Der Zeitrahmen umfasst etwa 30 Jahre.

Menochance statt Menopause

Kommen wir nach der Begriffsklärung zurück zu dieser einmaligen Chance in deinem Leben:

  • Sie kann sich offenbaren, wenn du diese Phase aktive gestaltest und nicht nur als Opfer “durchhältst”. Lies diesen Satz bitte noch mal.
  • Darin liegt die größte Möglichkeit deines ganzen Lebens! Lies auch diesen Satz gern noch mal…

Du bringst die Erfahrungen mit, bist gereift und weißt, was geht und was nicht. Du bist, anders als in der Pubertät, der Sache eben nicht ausgeliefert, sondern kannst recherchieren, dir helfen lassen und neue Wege einschlagen.

In der Pubertät machen wir das was alle machen. Wir haben vor, was die meisten vorhaben: Schule, Ausbildung, Kinder & Beziehung liegen vor dir. In den Wandeljahren bist DU die Gestalterin, DU kannst ganz neu denken und kreativ werden.

Mit meinen 10 Tipps kannst du ein paar Möglichkeiten durchspielen. Und wer weiß, vielleicht kommst du am Ende dieses Artikels mit einer Idee endlich ins Handeln?

10 goldene Tipps für deine Handlungsmöglichkeiten

Tipp1: Hinschauen und nutze die Menochance

Beobachte deine Symptome. Wenn du sie erkannt hast, versuche sie einzuordnen: Gehören sie zum Älterwerden oder sind es die Wechseljahre? Das bedeutet, du hast eine echte Chance, eine Menochance, locker durch diese Zeit zu surfen, wenn du RECHTZEITIG damit BEGINNST!

Denn „das einzig Konstante im Leben ist Veränderung” und wenn du das wirklich nutzt, springst du jeden Tag voller Neugier aus dem Bett und freust dich darauf, was das Leben dir heute präsentiert! Das ist nicht neu, deshalb ist es um so wichtiger, die erste goldenen Regel nicht auf später zu verschieben. Sei heute neugierig und auf Wunder gefasst. Sei heute spontan und freu dich über Kleinigkeiten.

Heiße alles willkommen und versuche dich nicht dagegen zu stemmen. Das kostet Kraft und bringt gar nichts.

Tipp 2: Stelle dich der Angst vor Veränderung – erkenne die Menochance

Schau auf deine Ängste und versuche sie endlich zu verarbeiten: Hol dir Hilfe, denn sonst drehst du durch. Wenn du deine Ängste kennelernst, stärkt das dein Selbstvertrauen. Und ehrlich, wenn die körperlichen Veränderungen und die in deinem Umfeld zusammenkommen, willst du das geklärt haben! Sonst drehst du echt durch!

Sieh es doch mal so: So lange du dich nicht endlich mal selbst kennen und liebe lernst, so lange du dich noch ablehnst, bist DU die Unbekannte selbst!

Wenn die Mens ausbleibt, fällt eine Konstante weg. Das kannst du betrauern und dir dann überlegen, was du mit der neu gewonnen Kraft (die nicht mehr für den Zyklus benötigt wird!) anstellen möchtest. Du kannst zwar denken, dass du alt wirst – Älter werden wir seit dem Tag unserer Geburt – also komm mal damit klar:

Du bist in den BESTEN JAHREN! Also stell dich deiner Angst, feiere sie und fass dir ein Herz.

Das Leben ist schön.

Du bist schön!

Tipp 3: Kultiviere Zuversicht und Mut

Du bist in einem Alter, in dem du bereits viel erlebt hast, viele Hürden genommen und vielleicht auch Kinder großgezogen hast. Bisher lag dein Fokus vielleicht auf der Fürsorge. Wenn die Kinder aus dem Haus sind, kümmern sich viele um ihre Eltern. Und wann denkst du mal an dich?

Wenn du damit glücklich bist – wunderbar. Wenn nicht, frag dich doch mal, wieso du das machst? Möchtest du dafür Dankbarkeit bekommen? Und erhältst du das, was du dir wünschst?

Du musst niemandem etwas beweisen!

Wie wäre es, wenn du beginnst, besser für DICH zu sorgen, gut auf dich zu achten und nicht mehr alles zu tun, was gefordert wird. Nein, Frauen müssen nicht automatisch die Pflege von jedem und allem übernehmen! Das hat die Gesellschaft seit Jahrhunderten wunderbar so eingerichtet: Kaum oder keine Entlohnung für Frauen, die andere betreuen – das ist eine Selbstverständlichkeit.

Findest du das in Ordnung?

Frauen machen 50 Prozent der Erdbevölkerung aus und haben zu 100 Prozent Menschen geboren. Das ist genug Dienst an der Menschheit!

Es wird Zeit, diesen Zerrspiegel zur Seite zu schieben und dich selbst ernst zu nehmen – in deinen Bedürfnissen, deinen Wünschen, deinen Finanzen und deiner Gesundheit. Alles wird gut, denn du kannst das alles – auch wenn du denkst, du wärst nicht gut beispielsweise in Mathe. Das erzählt mir mein Mann auch und es stimmt einfach nicht.

Du bist schlichtweg brainwashed. Wir sind als Gesellschaft brainwashed! Schau hinter deine Trance, die ganzen Lügen, und finde DEINE Wahrheit!

Tipp 4: Hör auf zu warten – fang an (womit auch immer)!

Verschließe nicht die Augen davor, sondern gestalte die Veränderung. Fang an die Chancen darin zu erkennen und werde die Person, die du immer sein wolltest – hör auf, das zu sein, was andere von dir erwarten!

Die Wechseljahre sind Wandeljahre. Wann, wenn nicht jetzt, ist die Zeit reif für einen Kurswechsel? Zeitgleich mit den Veränderungen deines Körpers gibt es oft auch Veränderungen in fast allen Lebensbereichen. Es kommen folgende Fragen hoch:

  • Was macht mich als Frau aus, was ist an mir alles noch weiblich?
  • Wer möchte ich die nächsten 20 Jahre sein?
  • Was möchte ich noch alles machen, so lange ich die Kraft noch habe?
  • Was in meinem Leben ist echt und wo funktioniere ich nur noch?
  • Was will ich noch erleben?

Tipp 5: Entdecke deine Stärken: Was sind deine Kraftquellen?

Kenne deine Ressourcen und Kraftquellen und baue sie aus: Verbringe Zeit mit Familie, Freunden. Achte auf Auszeiten und Spaß und ÜBE dich zu entspannen. Dazu gehören tägliche Pausen und plane Auszeiten in der Woche, jeden Monat und jedes Jahr ein.

Ich wiederhole: Pausen jeden Tag, jede Woche, jeden Monat und jedes Jahr.

Verbessere endlich deine Ernährung – wenn du das noch nicht getan hast –, meide Alkohol und beginne mit täglichen Bewegungseinheit von mindestens 20 Minuten: Das muss nichts Kompliziertes sein und auch gar nicht anstrengend! Es reicht 20 Minurten spazieren zugehen, Yoga zu üben (klar das das von mir kommt!) oder starte mit einem “low impact” Sport. Wie wäre es einfach mit Radfahren zur Arbeit?

Neben körperlichen Kraftquellen gehört auch, dir selbst Raum und Zeit zu geben und zu nehmen:

Tipp 6: Genieße die Freiheit der Menochance – und sage Nein!

Orientiere dich rechtzeitig berufliche neu, um das nicht in der heißen Phase zu tun. Und auch in der Beziehung zu Partner*in, Eltern und Kindern ist es Zeit, dich abgrenzen zu lernen. Ein Nein zu anderen bedeutet immer ein Ja zu dir. Auch, wenn das abgedroschen klingt, ist es so wahr. Wenn du nicht auf dich achtest und zusammenbrichst, kannst du auch nicht mehr für andere da sein.

Also lerne endlich Nein zu sagen.

Tipp 7: Miste Glaubenssätze aus

Das gelingt dir natürlich nur, wenn du mal ausgemistet hast: Nich nur Sachen und falsche Freunde, auch bei deinen Glaubenssätzen über dich.

Dienen dir deine Mantras, die du dir selbst an den Kopf wirfst?

Macht es dich glücklich, wie du mit dir redest?

Ich habe mir angewöhnt, mich selbst “meine Liebe” oder “Liebes” zu nennen. Es hat eine Weile gedauert, aber jetzt wirkt es Wunder, dass ich weniger mit mir schimpfe: Es schwächt meine zwei Glaubenssätze ab, die da lauten:

  1. Nie gut genug!
  2. Du bist zu viel!

Heute geht es mir viel besser als noch vor ein paar Jahren. Aber lass dir Zeit, das dauert ein Weilchen, alte Glaubenssätze abzuschwächen und vielleicht am Ende auszumerzen. Besser ist es sie anzunehmen, denn sie waren wohl früher wichtig für dich.

Tipp 8: Was ist dein Lebenssinn? Und dann lebe ihn!

Wenn du dich mit Freundinnen triffst, sprecht ihr dann über solche Themen? Wenn nicht, mit wem denkst du laut über den Sinn des Lebens nach, oder wer du sein möchtest und was noch kommen soll?

Manchmal hilft es, andere Bücher zu lesen. Aber noch besser sind Gruppen von Frauen, in denen du neue Leute und andere Lebensentwürfe kennenlernst. Du erkennst, dass andere auch unsicher sind, hörst, womit sie sich rumschlagen. Nebenbei findest du Gleichgesinnte, Menschen die sich gegenseitig bestärken. Und auch du kannst andere Menschen durch dein Dasein unterstützen.

Du musst nicht mal viel dafür tun, einfach nur DU sein.

Tipp 9: Hintern hoch: Ziele stecken, handeln und Verantwortung übernehmen

Wenn du dir dein ganzes Leben lang Ziele gesteckt hast, ist es an der Zeit loszulassen. Lerne zu entspannen und zu genießen. Das ist das reine Yin-Prinzip oder einfach weiblich!

Und wenn du im Gegenteil immer gewartet hast – auf den Prinzen, einen anderen Job oder mehr Anerkennung – ist es Zeit dir realistische, machbare Ziele zu stecken und endlich INS TUN zu kommen.

Übernimm die Verantwortung für dein Handeln, dann holst du dir in unklaren Situationen auch die Kontrolle zurück und fühlst dich nicht mehr so ausgeliefert: Ins Tun-kommen, Verantwortung übernehmen und dann loslassen.

Tipp 10: Lerne immer etwas Neues

Und wenn alle Tipps nichts für dich sind, nimm dir wenigstens diesen zu Herzen:

Versuche, neue Perspektiven zu entdecken, indem du etwas Neues ausprobierst. Wenn du immer das Gleiche tust, wird das Ergebnis immer gleich sein. Viele Menschen machen dann noch mehr vom Gleichen und erwarten, dass dann aber ENDLICH etwas Richtiges herauskommt.

Das völliger Irrsinn!

Also: Erfinde dich neu, handle neu, schaue neu auf die Situation. Du hast es in der Hand (nicht die anderen – es ist dein Leben!).

Diese 10 Punkte sind in allen Situationen von Wandel und Neuorientierung wahr und anwendbar. Auch, wenn du freiwillig  die Veränderung suchst. Dann komm gern in unsere Wandelgruppe für Frauen.

Wenn ich dich dabei unterstützen kann, melde dich: Gemeinsam finden wir vielleicht deine persönlichen Menochance – wer weiß?

Schreib mir gern etwas in den Kommentar oder buche einen kostenlosen Zoomcall. Jetzt buchen!

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Über mich
Annette Bauer, Namaste-Geste
Hallo, ich bin Annette
Ich bin Berlinerin und war 25 Jahre als Layouterin und Redak­teurin tätig. In den letzten Jahren im Job war ich kurz vorm Burnout und wurde dann ent­lassen. Auch privat habe ich Schick­sals­schläge erleben müssen.

Dabei hilft mir seit 30 Jahren eine regelmäßige Yoga-Praxis, der Integrale Ansatz nach Ken Wilber und eine Trauma­therapie-Aus­bild­ung.

In meinem Coaching erfährst du Wertschätzung und erhältst Raum und Zeit, dein Innerstes zu erforschen, um mit Leichtigkeit und Klarheit deine Veränder­ungen umzu­setzen.
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